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Im Kino: „Das Leben ist kein Heimspiel“

Das Leben ist kein Heimspiel

Im Januar 2007 spielte die TSG 1899 Hoffenheim in der dritten Liga des deutschen Profifußballs. Die Standortfaktoren, wie man das heute nennt, sprachen nicht unbedingt für einen Durchmarsch in Liga eins, aber genau das war es, was einige Leute im Sinn hatten.
Es entsprang der Vision des Unternehmers Dietmar Hopp, die Strukturen für ein Team zu schaffen, das unter besten Bedingungen eine moderne Idee von Fußball umsetzen könnte. Konkret sieht das in dem Dokumentarfilm „Das Leben ist kein Heimspiel“ von Frank Marten Pfeiffer und Rouven Rech so aus, dass im Januar 2007 ein Mann mit einem Auto über neblige Äcker fährt und dabei schon sieht, was an deren Stelle einmal da sein wird: Sportplätze, Vereinsgebäude, die ganze Infrastruktur, die es eben so braucht. Die beiden Regisseure konnten für ihre Reportage, die für das kleine Fernsehspiel des ZDF entstand, zahlreiche höchst aufschlussreiche Szenen filmen, die davon erzählen, was passiert, wenn das globale Business mit seinem einschlägigen Vokabular und seinen Marketing­ideen („Bodenständigkeit, Moderne, Dynamik“) auf den Hausverstand deutscher Kleinstädter („Tore, Wurst, Bier“) trifft.

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Das Leben ist kein Heimspiel“ im Kino in Berlin

Das Leben ist kein Heimspiel, Deutschland 2010; Regie: Frank Marten Pfeiffer, Rouven Rech; 94 Minuten; FSK 0

Kinostart: 5. Januar 2011

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