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Im Kino: „Der Kreis“

Der Kreis

Zürich galt in den 1950er-Jahren als liberalste Stadt Europas. Die Schwulenorganisation „Der Kreis“ schmiss dort Partys, die weltweit ihresgleichen suchten. Zwei unterschiedliche Naturelle verlieben sich: der Travestie-Künstler Röbi, der ganz offen mit seinem Schwulsein umgeht, und der angehende Mädchenschul-Lehrer Ernst, der sich wegen Job und konservativer Familie ausschweigt.
Nach einer Reihe von Morden im Strichermilieu greift die Zürcher Polizei mit zunehmender Härte in die Freiheit ihrer homosexuellen Mitbürger ein, verhängt ein Tanzverbot für Männer mit Männern und legt Schwulenregister an. „Der Kreis“ droht zu zerbrechen.
Regisseur Stefan Haupt erzählt eine wahre Liebesgeschichte vor einem viel zu unbekannten historischen Kontext, indem er schlichte dokumentarische Zeitzeugen-Interviews mit bildschönen Spielfilmszenen verbindet. Völlig zu Recht auf der Berlinale mit dem Teddy Award ausgezeichnet!

Text: Stefan Hochgesand

Foto: Aliocha Merker 2011 / Salzgeber

Orte und Zeiten: „Der Kreis“ im Kino in Berlin

Der Kreis, Schweiz 2014; Regie: Stefan Haupt; ?Darsteller: Matthias Hungerbühler (Ernst Ostertag), Sven Schelker (Röbi Rapp), Anatole Taubman (Felix); 106 Min.

Kinostart: Do, 23. Oktober 2014

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