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Im Kino: „Der perfekte Ex“

Der perfekte Ex

Schon die Prämisse ist absurd: Weil sie bereits mit 19 Männern Sex hatte und deshalb plötzlich einen Schamkomplex bekommt, verspricht Ally Darling im Kreise ihrer Freundinnen, den zwanzigsten Beischläfer auf jeden Fall zu ehelichen. Bis zum vorhersehbaren Happy End ist die junge Frau aus reichem Hause auf der Jagd nach dem richtigen Heiratskandidaten, unterstützt von ihrem Wohnungsnachbarn, einem blendend aussehenden und sehr von sich eingenommenen Schürzenjäger, der Nacht für Nacht neue Gespielinnen ins Bett lockt, um sie am Morgen gleich wieder loszuwerden.
Hauptdarstellerin Anna Faris neigt zum Herumhampeln mit affektierter Mimik bei der langwierigen und anstrengenden, mit hohlem Geschwätz und zu wenig Witz in Szene gesetzten Suche nach Mr. Right, welche die Geduld des Zuschauers letztlich arg strapaziert. Und gänzlich unglaubwürdig wirkt es, wenn ein superreicher und sehr attraktiver Magnat die nicht sonderlich reizvolle Ally auf Anhieb heiraten will. Strip-Basketballspiele und nächtliches Nacktbaden gelten in diesem von puritanischer Moral zeugenden läppischen Lustspiel als Gipfel der Frivolität.

Text: Ralph Umard

Foto: 20th Century Fox

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Der perfekte Ex“ im Kino in Berlin

Der perfekte Ex (What’s Your Number?), USA/Russland 2011; Regie: Mark Mylod; Darsteller: Anna Faris (Ally Darling), Chris Evans (Colin Shea), Ari Graynor (Daisy Darling); 106 Minuten; FSK 12

Kinostart: 29. März

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