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Im Kino: Der postapokalyptische Trümmerfilm „Saila“

SaliaSchwarz gekleidete Horden beherrschen eine postapokalyptische Trümmerlandschaft, in der eine schizophrene Lustmörderin ihr Unwesen treibt –, so könnte man diesen Film beschreiben, doch Julia Ostertags experimentellen Langfilm auf diesen Kern einer (möglichen) Handlung zu reduzieren beraubt ihn seiner Kraft. Blut und Dreck, Drogen, rauer Sex und rohe Gewalt, Krawallmusik statt Gerede, Assoziation statt Dramaturgie – das trifft den Sachverhalt schon eher. Mit seiner nicht nur am Rand, sondern gleich außerhalb des gesellschaftlich Ab­gesegneten eingenommenen Position fordert „Saila“ die Seh- und Denkgewohnheiten heraus. Ein Film, den es nur deshalb gibt, weil es ihn braucht.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: Sehenswert

Saila, Deutschland 2008; Regie: Julia Ostertag; Darsteller: Kathryn Fischer (Saila), Nicolas Isner (Suicidal Glam), Sandro Piras (Dealer); Farbe und Schwarzweiß, 95 Minuten

Kinostart: 23. April 2009

Premiere in Anwesenheit der Regisseurin Julia Ostertag, Brotfabrik, Do 23.4., 22.15 Uhr

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