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Im Kino: „Dido Elizabeth Belle“

Dido Elizabeth Belle

Im britischen Königreich wird noch heute mehr als anderswo in Europa auf Standesbewusstsein Wert gelegt. Im England des 18. Jahrhunderts waren die Klassenunterschiede noch weit krasser ausgeprägt, wie dieser vorzüglich besetzte romantische Kostümfilm zeigt, der auf wahren Begebenheiten basiert. Standesdünkel war unter der Perücken tragenden Oberschicht verbreitet, besonders sah man herab auf die unterdrückten Völker im britischen Weltreich. So reagieren Lord und Lady Mansfield zunächst höchst indigniert, als ein mit ihnen verwandter Royal Navy Offizier eine junge Frau afro-europäischer Herkunt, seine Tochter, ins Schloss bringt und darauf besteht, dass der Lord ihr eine aristokratische Erziehung angedeihen läßt. Widerstrebend stellt sich der Alte, seines Zeichens Chief Justice des Landes, der Aufgabe, zeigt sich bald aber entzückt von Belles Liebreiz. Die gewöhnt sich schnell an ihre Privilegien, mit Unterstützung eines idealistischen Vikarssohnes wirkt sie auf den Oberrichter ein mit dem Ziel, ihn zur Abschaffung der Sklaverei zu bewegen.

Text: Ralph Umard

Foto: 2014 Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Dido Elizabeth Belle“ im Kino in Berlin

Dido Elizabeth Belle (Belle), Großbritannien 2013; Regie: Amma Asante; Darsteller: Gugu Mbatha-Raw, Tom Wilkinson; 104 Min.

Kinostart: Do 14.08.2014

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