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Im Kino: „Die 1000 Euro Generation“

Die 1000 Euro Generation

„Generazione mille euro“ wird in Italien die junge, gut ausgebildete Generation genannt, die in einer unbeweglichen Gesellschaft keinen Platz findet. Basierend auf dem gleichnamigen Kultroman von 2005 erzählt Massimo Venier in seiner Filmkomödie von den Leiden eines jungen Angehörigen der „Generation Praktikum“ im Stiefelstaat. Als hoffnungsvoller Jungmathematiker plagt Matteo (Alessandro Tiberi) sich mit einem öden McJob in einem Mailänder Mobilfunkunternehmen herum. Der Film verlegt sich aber dann, statt beim Thema zu bleiben, auf das Liebesleben des Endzwanzigers, um den schon bald zwei schöne Frauen buhlen – verkörpert von Valentina Lodovini und Carolina Crescentini, deren anziehendes Äußeres die Kamera genüsslich würdigt. Flankiert von seinem humorigen Filmnerd-Mitbewohner als Sidekick sind Matteos Entscheidungsnöte zwar mit leichter Hand inszeniert. Doch so richtig interessieren kann man sich für den wachsweichen Protagonisten schwer; was auch an den Erwartungen liegt, die der gesellschaftskritische Anknüpfungspunkt weckt. Andere Komödien über Italiens Jungakademiker-Prekariat wie „Tutta la vita davanti“ von 2008 gingen das Thema mit mehr Biss an.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Kairos Filmverleih

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Die 1000 Euro Generation“ im Kino in Berlin

Die 1000 Euro Generation (Generazione mille euro), Italien 2009; Regie: Massimo Venier; Darsteller: Alessandro Tiberi (Matteo), Valentina Lodovini (Beatrice), Carolina Crescentini (Angelica); 101 Minuten; FSK 0

Kinostart: 19. Juli

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