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Im Kino: Die Dokumentation „The Crove – Die Bucht“

Im Mittelpunkt der Dokumentation „The Cove – Die Bucht“ steht ein Mann mit einer spannenden Geschichte: Der Tiertrainer Richard O’Barry hatte in den 1960er Jahren jene insgesamt fünf Delfine eingefangen und dressiert, die in der weltweit populären Fernsehserie „Flipper“ die Hauptfigur verkörperten.
Heute fühlt sich O’Barry für die Ausbeutung der Tiere mitverantwortlich und ist angesichts seiner Erfahrungen mit der Lebensweise der Meeressäuger längst zum Tierschützer geworden. Delfinarien hält er für Todestrakte, Delfin-Therapien für ausgemachten Schwindel. In einem besonderen Clinch aber liegt O’Barry mit den Fischern der japanischen Stadt Taiji, wo jedes Jahr in einer abgelegenen Bucht ein von Kame­ras bislang unbeobachtetes Massaker an Delfinen stattfindet.
Regisseur Louie Psihoyos und seine Crew schafften es nun erstmals, Bilder davon einzufangen – mit viel Katz-und-Maus-Spielen, Nachtsichtgeräten und versteck­ten Kameras. Das filmische Ergebnis ist in seiner Mischung aus Abenteuer-Doku, engagierter Betroffenheit und dem etwas unfokussierten Bemühen, argumentativ möglichst jeden Aspekt des Themas Delfin abzudecken, trotzdem nicht wirklich gelungen: Etwas weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen.

Text: Lars Penning

tip-Bwertung: Zwiespältig

Die Bucht – (The Cove), USA 2009; Regie: Louie Psihoyos; mit Richard O’Barry, Simon Hutchins, Mandy-Rae Cruikshank; Farbe, 92 Minuten

Kinostart: 22. Oktober

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