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Im Kino: „Die Erfindung der Liebe“

Die Erfindung der Liebe

Die Handlung ist banal: Emily Schenk animiert ihren Freund Daniel, der ihr durch glückliche Fügung bekannten, wohlhabenden und todkranken Amine von Kirsch – herrlich exzentrisch gespielt von Sunnyi Melles – schöne Augen zu machen, um durch eine Hochzeit an deren Erbe zu gelangen. Die tragische Geschichte hinter der Produktion des Filmes aber macht das Projekt einzigartig. Während der Dreharbeiten verstarb die erst 26-jährige Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky völlig überraschend. Um den Film vollenden zu können, wagte Regisseurin Lola Randl einen Kunstgriff und verband das unfertige Material mit neu gedrehten Szenen. Der Film erzählt nun nicht mehr nur eine Dreiecksgeschichte, sondern setzt sich auf der Metaebene mit den Widrigkeiten des Lebens und des Filmemachens auseinander und lässt dabei Realität und Fiktion miteinander verschmelzen, indem die Schauspieler die Entwicklung kommentierend begleiten.

Text: Lea-Maria Brinkschulte

Foto: Govinda Van Maele / Coin Film / Red Lion

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Die Erfindung der Liebe“ im Kino in Berlin

Die Erfindung der Liebe, ?Deutschland/Luxemburg 2013; Regie: Lola Randl; Darsteller: Maria ?Kwiatkowsky (Emily Schenk), Sunnyi Melles (Amine von Kirsch), Bastian Trost (Daniel Strübel); 104 Minuten; FSK 0

Kinostart: 1. Mai

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