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Im Kino: Die innere Zone

Real Fiction

Mit imposanten Flugaufnahmen von vergletscherten Kraterlandschaften beginnt diese Reise in „Die innere Zone“. Die Zukunft ist in dem Film des Schweizers Fosco Dubini ein Stollen, der in einen Berg führt. Eine Frau, die ihren Erinnerungen nicht traut, sucht im Inneren nach einem Wissenschaftler, der erklären kann, was vor langer Zeit passiert ist und was nun durch Veränderungen der Atmosphäre zu eigentümlichen Bewusstseinsstörungen bei Menschen führt.
Wer bei „Die innere Zone“ unwillkürlich an Tarkowski denkt, liegt nicht ganz verkehrt, denn das sehr artifizielle Science-Fiction-Drama, das Fosco Dubini ohne seinen 2011 verstorbenen Bruder Donatello fertigstellen musste, weist deutlich in die Richtung des sowjetischen Metaphysikers. Zugleich verweist der Film auf die Anfänge des Filmschaffens der Brüder Dubini, die mit Dokus über die Anti-Atom-Bewegung das Handwerk lernten. „Die innere Zone“ möchte wohl vieles zugleich sein: Genrekino und große Metapher, Zivilisationskritik und reflexive Schleife. In der Umsetzung bleibt ein sprödes Stück Kopfkino.  

Text: Bert Rebhandl

Foto: Real Fiction

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: Die innere Zone

Die innere Zone
CH/D/NL 2013; R: Fosco Dubini; ?D: Jeanette Hain (Marta), Lili Fichtner (Natascha); 93 Min.

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