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Im Kino: „Die Kinder des Fechters“

Im Kino:

Von Lehrern, die ihre Schüler inspirieren, hat das Kino immer wieder gern erzählt, vom „Club der toten Dichter“ bis zu „Die Schüler der Madame Anne“. In „Die Kinder des Fechters“ ist es der Fechtsport und die damit verbundene Körperbeherrschung, mit der ein Lehrer seine Schüler begeistert, auch wenn das 1953 im von Russland besetzten Estland mit der offiziellen Ideologie („keine volksnahe Sportart!“) in Konflikt geraten muss.
Der ehemalige Fechter Endel, in der Kleinstadt als Lehrer untergekommen, sollte sich eigentlich unauffällig verhalten, schließlich hat er die Aufmerksamkeit der Geheimpolizei auf sich gezogen. Kann er es da riskieren, mit seinen Schülern zu einem nationalen Turnier in jene Stadt zurückzukehren, aus der er zu Beginn geflohen ist? So vorhersehbar diese auf der Biografie von Endel Nelis (1925-1993) basierende Geschichte auch ist, vermag der Film doch durch seine verhaltene Erzählweise für sich einzunehmen.

Text: Frank Arnold

Foto: me-tuomomanninen.com/ Kickfilm/ Zorro-Film

Orte und Zeiten: Die Kinder des Fechters

MIekkailija (OT) FIN/D/EST 2015; R: Klaus Harö; D: Märt Avandi (Endel), Ursula Ratasepp (Kadri), Hendrik Toompere (Schulleiter); 94 Min.

Kinostart: Do, 17. Dezember 2015

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