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Im Kino: „Die Legende der Prinzessin Kaguya“

Die Legende der Prinzessin Kugaya

Seit der letzten abendfüllenden Regiearbeit Isao Takahatas, der an einen Zeitungscomic angelehnten Animationskomödie „Meine Nachbarn die Yamadas“, sind mittlerweile 15 Jahre vergangen. Gut die Hälfte dieser Zeit haben der Mitbegründer des Studio Ghibli und seine Mitarbeiter in die Produktion des neuen Films „Die Legende der Prinzessin Kaguya“ investiert, einer ganz im Stil hauchfeiner japanischer Tuschzeichnungen gehaltenen Adaption eines legendären Märchens aus dem Mittelalter. Während die Zeichnungen in ihrer wunderschönen vermeintlichen Unfertigkeit ganz anders wirken als alles, was man vom Studio Ghibli sonst gewohnt ist, erweisen sich die Erlebnisse einer als Däumling auf der Erde gefundenen Mondprinzessin schnell als ein für Takahata typisches, modernes moralisches Gleichnis über die Bedeutung immaterieller Werte in einer Welt, die nur Gold und Geld anzubeten scheint: Letztlich ist das Leben in einem Palast nichts gegen die Liebe der Eltern und die Freude an der Natur.

Text: Lars Penning

Foto: Universum Film

Orte und Zeiten: „Die Legende der Prinzessin Kaguya“ im Kino in Berlin

Die Legende der Prinzessin Kaguya (Kaguyahime no monogatari), Japan 2014; Regie: Isao Takahata; Sprecher: Aki Asakura (Prinzessin Kaguya), Kengo Kora (Sutemaru); 138 Min.

Kinostart: Do, 20. November 2014

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