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Im Kino: „Die Libelle und das Nashorn“

Die_Libelle_und_das_NashornEin selbstbewusster alternder Starschauspieler (Mario Adorf) und eine etwas ungelenke Nachwuchsschriftstellerin (Fritzi Haberlandt) haben sich bei einer gemeinsamen Lesung flüchtig kennengelernt und nicht verstanden; jetzt – sein Flug wurde abgesagt, und sie wurde von ihrem Freund nicht abgeholt, sondern verlassen – finden sie sich unerwartet für eine Nacht im selben Hotel und an derselben Bar wieder. Was also ist naheliegender, als dass sich die beiden grundverschiedenen Menschen einander annähern? Die Konstellation ist im Kino nicht gerade revolutionär: junge Frau, alter Mann. Sie frisch und frech und ein bisschen trotzig, aber attraktiv. Er väterlich, amüsiert bis leicht erotisiert. Im französischen Film haben sie in aller Regel irgendwann Sex miteinander. Im deutschen Film – spezifisch in „Die Libelle und das Nashorn“ – belassen sie es bei mehr oder weniger konkretem Nachdenken darüber. Und bei allerdings recht lustigen und wirklich gut inszenierten Räuber- und Detektiv- und sonstigen Rollenspielen im nächtlichen Dortmund.

Text: Catherine Newmark

Foto: Martin Valentin Menke / NFP / COIN Film

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Die Libelle und das Nashorn“ im Kino in Berlin

Die Libelle und das Nashorn Deutschland 2012; Regie: Lola Randl; Darsteller: Mario Adorf (Nino Winter), Fritzi Haberlandt (Ada Hänselmann), Irm Hermann (Verlegerin); 83 Minuten; FSK 0

Kinostart: 6. Dezember

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