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Im Kino: „Die Poetin“ von Bruno Barreto

Die Liebe zwischen der amerikanischen Dichterin Elizabeth Bishop und der brasilianischen Architektin Lota de Macedo Soares ist ein großes Rätsel. Die eine sieht nordisch aus, mit elfenbeinfarbener Haut und roten Haaren, ist schüchtern, kühl, lebt in der Poesie, die andere: südamerikanisch, bodenständig und voller Tatendrang. Lota lebt mit Elizabeths Schulfreundin Mary auf einer großen Anlage unweit von Rio de Janeiro offen ihre Homosexualität aus.
Das Drama „Die Poetin“ erzählt die Geschichte der Dichterin Elizabeth Bishop (Miranda Otto), die in den 50er-Jahren von New York nach Brasilien fährt, um sich für neue Werke inspirieren zu lassen. Anstatt der geplanten zwei Wochen bleibt sie 15 Jahre. Sie verliebt sich in Lota, die sich nicht zwischen ihr und Mary entscheiden will. Die Liebesgeschichte der drei Frauen wird auf zahlreiche Proben gestellt: Eifersucht, Alkohol und das Streben nach Erfolg (Bishop gewinnt den Pulitzerpreis, Lota entwirft den Flamengo-Park neben der Copacabana). Es entwickelt sich eine spannende Geschichte über Vertrauen und Eifersucht, über Distanz und Nähe.

Text: Simon Grothe

Foto: 2013 Pandastorm Pictures GmbH

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Die Poetin“ im Kino in Berlin

„Die Poetin“ (Flores raras)?, Brasilien 2013; Regie: Bruno Barreto; Darsteller: Miranda Otto (Elizabeth Bishop), Glуria Pires (Lota de Macedo Soares), Tracy Middendorf (Mary); 118 Minuten; FSK 6; Kinostart: 10. April

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