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Im Kino: „Die schöne Krista“

Die schöne Krista

Bauer Jörg Seeger aus Schleswig-Holstein hat die schönste Kuh Deutschlands: Krista, ein schwarz-weiß geflecktes Monstrum von Viech, hornlos, wie das heute üblich ist. Krista sei, so der Preisrichter begeistert, „eine großrahmige Hochleistungskuh“. Damit lässt sich was anfangen, freut sich der Bauer, damit lässt sich Hochleistungsnachwuchs züchten. Anfragen nach Eizellen und Embryonen lassen nicht auf sich warten, wohl aber Krista, die zunächst nicht schwanger wird.
Unreflektiert und unkritisch montieren Antje Schneider und Carsten Waldbauer in der etwas länglich geratenen Dokumentation „Die schöne Krista“ Episoden aus dem Leben einer „modernen Milchkuh“ mit Einblicken in die Arbeit des Bauern und Eindrücken vom Geschäft der Viehzucht. Weder die aktuell desolate Lage der Milchwirtschaft noch die Probleme gegenwärtiger Nutztieraufzucht und -haltung oder die Gefahren genetischer Monokultur kommen zur Sprache. Die nervig launige TV-Doku-Musik trägt zur allgemeinen Oberflächlichkeit bei – während der Blick auf das Rieseneuter des Riesenviehs immerhin über die Chancen informiert, die der Film verpasst.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Aries Images 2014

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Die schöne Krista“ im Kino in Berlin

Die schöne Krista, ?Deutschland 2013; Regie: Antje Schneider, Carsten Waldbauer; ?95 Minuten; FSK 0

Kinostart: 20. März

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