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Im Kino: „Die Schöne und das Biest“

Die Schöne und das Biest

Die jüngste Adaption des französischen Märchens „Die Schöne und das Biest“ wartet eigentlich nur mit einer einzigen Idee auf: alles ganz anders zu machen als in Jean Cocteaus Filmklassiker aus dem Jahr 1946. Seinerzeit hatten Cocteau und sein Kameramann Henri Alйkan die vornehmlich in einem verwunschenen Schloss spielende Geschichte vom Sieg der uneigennützigen Liebe über die Selbstsucht mit ein paar wehenden Vorhängen sowie viel Licht und Schatten einer kontrastreichen Schwarzweißfotografie zum Triumph irrealer Fantasie gemacht. Im Umkehrschluss ist Regisseur Christophe Gans nun ein nahezu stilfreier CGI-Overkill gelungen: Rund um einige reale Kulissen aus dem Park von Sanssouci ranken sich gefühlte Tonnen computergenerierter, alles unter sich begrabender Vegetation, durch die sich Lйa Seydoux als titelgebende Belle in hübschen Prinzessinnenkleidern bis zum Happyend mit ihrem verwunschenen Prinzen (Vincent Cassel) schlagen muss. Außer schön auszusehen hat die sonst als exzellente Schauspielerin bekannte Französin dabei nichts zu tun – dass Medienboard und Studio Babelsberg jetzt auch nette Urlaube kofinanzieren, ist neu, aber perspektivisch nicht uninteressant.

Text: Lars Penning

Foto: 2014 Concorde Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Die Schöne und das Biest“ im Kino in Berlin

Die Schöne und das Biest (La belle et la bкte), ?Frankreich/Deutschland 2014; Regie: Christophe Gans; ?Darsteller: Vincent Cassel (Prinz/Biest), Lйa Seydoux (Die Schöne/Belle), Andrй Dussollier (Belles Vater); 112 Minuten; FSK k. A.

Kinostart: 1. Mai

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