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Im Kino: Die schwunglose Tanzfilm-Parodie „Dance Flick“

Das Rezept bleibt gleich: Man balle so viele Genreversatzstücke wie möglich in lose miteinander verbundenen Szenen zusammen und schere sich so wenig wie möglich um narrative Dynamik.
In „Dance Flick“ geben Hip-Hop-Kultur und das Personal einer Musical-Schule den Hintergrund einer Geschichte um eine dilettierende weiße Balletttänzerin ab, die in einen Bandenkrieg hineingerät, der durch lebensgefährliche Breakdance-Nummern entschieden wird. Das führt zu einigen annehmbaren Pointen, deren Stilmittel durchweg die Übertreibung ist. Da gibt es grotesk übergewichtige Bandenchefs, die auf der Tanzfläche erstaunliche skills zeigen; enervierend endlose Dialog-Missverständnisse zwi­schen „schwarzen“ und „weißen“ Sprech-Codes und die überbetonten physischen Eigenschaften von abgehalfterten Tanzlehrerinnen („Mrs. Cameltoe“). Anfangs verbreitet dies einen rumpeligen Charme, der jedoch zusehends verpufft.

Text: Michael Baute

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Dance Flick“ im Kino in Berlin

Dance Flick, USA 2009; Regie: Damian Wayans; Darsteller: Shoshana Bush (Megan), Damon Wayans (Thomas), Essence Atkins (Charity); Farbe, 83 Minuten

Kinostart: 3. September

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