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Im Kino: „Die Sprache des Herzens – Das Leben der Merie Heurtin“

Die Sprache des Herzens

Sie kümmern sich um taube Frauen, die Nonnen von Larnay. Mit einer Taubstummen, die zudem auch noch blind ist, wäre man überfordert. Doch Schwester Marguerite lässt sich von solchen Warnungen nicht abhalten. Seit sie die 14-jährige Marie Heurtin gesehen hat, weiß sie, dass es ihre Mission ist, sich um sie zu kümmern. Der deutsche Verleihtitel (im Original schlicht „Marie Heurtin“) signalisiert Kitschgefahr, doch Regisseur Jean-Pierre Amйris („Die anonymen Romantiker“) ist hier ein einfühlsames Werk gelungen, das auf einer wahren Geschichte basiert.
Wie aus dem „wilden Kind“ Marie Heurtin, das auf jede Berührung mit Verstörung reagiert, in einem langwierigen Prozess mit vielen Rückschlägen ein Mensch wird, der auf seine ganz eigene Art in der Lage ist, mit anderen Menschen zu kommunizieren, und wie Schwester Marguerite trotz aller Widerstände unbeirrbar an ihrer selbst gesetzten Aufgabe festhält, das vermitteln die beiden Darstellerinnen mit Gesten und Blicken. Ein schönes Pendant zu Truffauts „Der Wolfsjunge“.

Text: Frank Arnold

Foto: 2014 Concorde Filmverleih GmbH

Orte und Zeiten: „Die Sprache des Herzens – Das Leben der Marie Heurtin“ im Kino in Berlin

Die Sprache des Herzens – Das Leben der Marie Heurtin (Marie Heurtin), Frankreich 2014; Regie: Jean-Pierre Amйris; Darsteller: Isabelle Carrй (Schwester Marguerite), Ariana Rivoire (Marie Heurtin), Brigitte Catillon (Mutter Oberin); 94 Minunten

Kinostart: Do, 01. Januar 2015

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