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Im Kino: „Die Standesbeamtin – Drei sind eine zuviel“

Immer diese glücklichen Brautpaare! Rahel Hubli kann ihr freudentrunkenes Strahlen kaum mehr ertragen. Eben hat die Standes­beamtin wieder Liebende in den Ehehafen gelotst und dabei von aufregenden „Gewässern des Lebens“ gesprochen, die eine Ehe durchschiffen müsse.
Rahels eigene hingegen ist zu einem faulenden Tümpel geworden. Sie hat zu früh geheiratet und den Falschen obendrein. Nun ist ihr Alltag eine einzige Nerverei. Bis plötzlich Ben vor ihr steht, ein Freund aus stürmischeren Tagen, mit dem sie eine Band hatte. In Berlin ist der Musiker ein Star geworden, nun möchte er im idyllischen Aargauer Städtchen Bremgarten die glamouröse deutsche Schauspielerin Tinka ehelichen – ausgerechnet in Rahel Hublis Stan­desamt.
Spätestens jetzt ahnt man, wohin diese Komödie so leichtfüßig steuert. Doch das schadet nicht, denn die Charaktere hat Regisseur Micha Lewinsky sehr sympathisch besetzt. Ihre Dialoge sind herzerfrischend natürlich – in Schweizerdeutsch. Schräg hingegen ist die Kulisse: das pittoreske Bremgarten, in dem jeder jeden kennt. Bei so viel Liebreiz wirken die persönlichen Handicaps von Ben und Rahel fast schon aufgesetzt.

Text: Cristina Moles Kaupp

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Die Standesbeamtin – Drei sind eine zuviel“ im Kino in Berlin

Die Standesbeamtin – Drei sind eine zuviel, Schweiz 2009; Regie: Micha Lewinsky; Darsteller: Marie Leuenberger (Rahel), Dominique Jann (Ben), Oriana Schrage (Tinka); Farbe, 94 Minuten

Kinostart: 29. Oktober

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