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Im Kino: „Die Trauzeugen“

Die Trauzeugen

Bei einem Urlaub im Paradies lernt der Engländer David seine Traumfrau kennen. Er verspricht ihr auch gleich die Ehe, und so kommt es, dass er wenig später in Begleitung seiner drei besten Freunde nach Australien fliegt, um dort in traumhafter Landschaft, aber mit teils seltsamen Gästen, die Hochzeit zu feiern. Die seltsamsten Gäste sind natürlich die Engländer, die am liebsten ihre Männerfreundschaft unter Denkmalschutz stellen würden. Dann läuft aber von Beginn an so viel schief (auf dem Höhepunkt ganz buchstäblich auch ein „wildgewordenes Blumenarrangement“), dass sie eineinhalb Stunden lang eigentlich nur mit Krisenmanagement beschäftigt sind. Ein Schaf mit seinen Verdauungstrakten spielt dabei eine wichtige Rolle, manche Witze sind sehr unappetitlich, und die alte Weisheit, dass man sich nicht mit Drogenhändlern und Spitzenpolitikern anlegen soll, gilt auch hier. Stephan Elliott („Priscilla – Königin der Wüste“) versucht, den Humor von „Hangover“ noch zu unterbieten, doch irgendwie nimmt diese schwarze Komödie trotz einzelner guter Ideen (etwa einer Hauptrolle für Olivia ­Newton­-John) nie wirklich Tempo auf.

Text: Bert Rebhandl

Foto: 2012 Concorde Filmverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Die Trauzeugen“ im Kino in Berlin

Die Trauzeugen (A Few Best Men), Australien 2011; Regie: Stephan Elliott; Darsteller: Xavier Samuel  (David), Kris Marshall (Tom), Laura Brent (Mia); 97 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 14. Juni

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