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Im Kino: „Die Wahrheit über Männer“

Die_Wahrheit_ueber_Maenner_02_c_ThueGarde_TruthAboutMenMittdreißiger, das Übliche: Das postpubertäre Ringen mit dem Erwachsenwerden (man hat ein Haus im Vorort bezogen, die Freundin will Kinder) geht bei Drehbuchautor Mads nahtlos in seine erste Pre-Midlife-Krise über. Denn er ist kein genialer Autorenfilmer geworden, sondern arbeitet sich tagtäglich an standardisierten Drehbüchern für eine Fernsehserie ab. Mads verlässt also seine Freundin, schmeißt seinen Job und versucht es nochmals von vorne. Aber wie schreibt man das perfekte Drehbuch, und worüber?

Regisseur und Drehbuchautor Nikolaj Arcel hat sich diese Frage bestimmt schon oft gestellt und auch mit einigem Erfolg beantwortet – für seinen letzten Film „Eine königliche Affäre“ gewann er bei der diesjährigen Berlinale den Silbernen Bären für das beste Drehbuch. Was sicher auch der Grund dafür ist, dass jetzt sein vorletzter Film hierzulande einen Verleih gefunden hat. Das ist erfreulich. Denn was als halb-romantische Komödie über die Schwierigkeiten zwischen Männern und Frauen beginnt, entwickelt sich zu einer verspielten Reflexion übers Filmemachen, die in witziger Weise die Begrenztheiten des Mediums aufs Korn nimmt.    

Text: Catherine Newmark

Foto: Thue Garde

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Die Wahrheit über Männer“ im Kino in Berlin

Die Wahrheit über Männer – Sandheden om mжnden
Dänemark 2010; Regie: Nikolaj Arcel; Darsteller: Thure Lindhardt (Mads), Tuva Novotny (Marie), Rosalinde Mynster (Julie); 95 Minuten; FSK 12;

Kinostart: 18. Oktober

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