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Im Kino: „Distanz“

Distanz

Davon erzählt der Debütfilm von Thomas Sieben, der im vergangenen Jahr die Berlinale-Sektion Perspektive Deutsches Kino eröffnete.
Daniel Bauer (Ken Duken) arbeitet als Gärtner im Botanischen Garten von Berlin. Gerade seine Verschlossenheit macht ihn für die hier im Büro tätige Jana attraktiv. Sie lässt sich nicht entmutigen, auch nicht, als er sie aus seiner Wohnung drängt. Doch die freigesetzten Emotionen haben auf Daniel keine heilende, sondern eher eine verheerende Wirkung. Aus dem kleinen Stein, den er von einer Autobahnbrücke fallen lässt, wird beim nächsten Mal ein großer Brocken. Und dann besorgt er sich ein Jagdgewehr.
Es ist die lakonische Erzählweise, die „Distanz“ kennzeichnet, einen Film, dessen Titel zugleich Programm ist – es geht nicht um psychologische Erklärungen, sondern um das Zeigen einer angeknacksten Psyche. Ken Duken (der den Film auch produziert hat) weiß das gerade durch sein minimalistisches Spiel zu vermitteln.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Distanz“ im Kino in Berlin

Distanz, Deutschland 2008; Regie: Thomas Sieben; Darsteller: Ken Duken (Daniel Bauer), Franziska Weisz (Jana Wallat), Josef Heynert (Christian); 82 Minuten

Kinostart: 19. August  

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