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Im Kino: „Du hast es versprochen“

Du hast es versprochen

Die Ambivalenz des Harmlosen ist ein typisches Element des Horrorfilms. In Alexandra Schmidts Regiedebüt ist es „das kleine Mädchen“, das als archetypische Figur janusköpfiger Unschuld durch die Erinnerungsblasen der Ärztin Hanna Merten spukt. Vor dem dunklen Geheimnis ihrer Kindheit, das im Ferienort von einst allmählich offenbar wird, werden wir durch wispernde Stimmen, schrullige Dorfbewohner und patinierte Tapeten gewarnt. Der Film versucht sich als stimmungsvolle Parabel über Schuld und Verdrängung, bleibt in seiner Effekthascherei jedoch genretypische Meterware.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Falcom Media

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Du hast es versprochen“ im Kino in Berlin

Du hast es versprochen, Deutschland 2012; Regie: Alex Schmidt; Darsteller: Mina Tander (Hanna Merten), Laura de Boer
(Clarissa von Griebnitz), Lina Köhlert (Lea Merten); 102 Minuten; FSK 16

Kinostart: 20. Dezember

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