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Im Kino: „The Duke of Burgundy“

The Duke of Burgundy

Zwei Insektenforscherinnen in einem herrschaftlichen Haus, wo Ort und Zeit rätselhaft bleiben: Ihr Forscherdrang gilt allerdings ebenso dem Auskosten erotischer Rituale, wobei der Zuschauer erst nach einiger Zeit die realen Machtverhältnisse begreift.
War sein vorangegangener Film „Berberian Sound Studio“ auch eine Hommage an den Giallo, den italienischen Thriller der 70er-Jahre, so kann man das jüngste Werk von Peter Strickland als Verbeugung vor dem europäischen Erotikfilm derselben Zeit lesen. Dessen sinnliche Versprechen setzt er einmal mehr durch die Tonebene um. Eine Vorliebe für ?fetischhafte Großaufnahmen teilt Strickland mit Regisseuren wie Walerian Borowczyk und Jess Franco, setzt allerdings weniger auf explizite Szenen als auf Stilisierung von Ritualen. So entführt er den Zuschauer in eine fremde, durchaus märchenhafte Welt.

Text: Frank Arnold

Foto: Salzgeber & Co. Medien GmbH

Orte und Zeiten: „The Duke of Burgundy“ im Kino in Berlin

The Duke of Burgundy, Großbritannien 2014; Regie: Peter Strickland; Darsteller: Sidse Babett Knudsen (Cynthia), Chiara D’Anna (Evelyn), Eugenia Caruso (Dr. Fraxini); ?104 Minuten

Kinostart: Do, 03. Dezember 2015

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