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Im Kino: „Ecstasy“

Ecstasy

Sein Debütroman „Trainspotting“ und die erfolgreiche Verfilmung durch Danny Boyle brachten Irvine Welsh Ruhm und Reichtum. In „Ecstasy“ verarbeitete er abermals eigene Erfahrungen in der Drogenszene seiner Heimatstadt Edinburgh. Die mit Verve und Lokalkolorit inszenierte tragikomische Kinoadaption ist zugleich Liebesgeschichte, Milieustudie und Psychogramm eines Rauschgiftsüchtigen. Lloyd (Adam Sinclair) finanziert seinen Drogenkonsum und durchtanzte Nächte in Technoklubs durch Kurierdienste für den brutalen Dealer Solo. Als Lloyd versucht, Ecstasy-Pillen auf eigene Rechnung unters Raver-Volk zu bringen, terrorisiert der Gewaltmensch Lloyds ahnungslose Geliebte. Gezeigt werden die Seligkeit des Rausches und das Elend ungezügelten Drogenkonsums. Lloyds seit dem Tod der Mutter verwahrloster Vater dämmert deprimiert im Dauersuff dem Exitus entgegen. In Videoclipmanier gelingt dem aus der Werbefilmindustrie kommenden Spielfilmdebütanten Rob Heydon dabei die Darstellung der psychotropen Wirkung verschiedener Substanzen; erschreckend visualisiert ist die Krisis infolge einer gewaltigen Überdosis Kokain.

Text: Ralph Umard

Foto: Senator Filmverleih

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Ecstasy“ im Kino in Berlin

Ecstasy (Irvine Welsh’s Ecstasy), Kanada 2011; Regie: Rob Heydon; Darsteller: Adam Sinclair (Lloyd Buist), Kristin Kreuk (Heather Thompson), Billy Boyd (Woodsy); 99 Minuten; FSK 16

Kinostart: 16. August

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