Kino & Stream

Im Kino: "Eddie the Eagle"

Im Kino: "Eddie the Eagle"

Mit Ravels "Bolero" untermalt dieses Biopic jenes Dilemma, in das Michael "Eddie the ­Eagle" Edwards das britische Olympische Komitee 1988 stürzte. Vier Jahre zuvor hatten Christopher Dean und Jayne Torvill zu Ravels Musik eine Traumkür aufs Eis gezaubert. Bei der Nominierung des Skispringers für die ­Spiele in Kanada aber drohte eine Blamage.
Wenn der "Adler Eddie" flog, landete er nach wackeligen Sprüngen auf dem letzten Platz. Neben den superschlanken Profis wirkte der untersetzte Maurer schon äußerlich wie ein unsportliches Pummelchen. Doch Leidenschaft und Mut machten ihn zur Legende.
Nach dem Muster von "Cool Runnings" wurde das jahrelange Ringen des Amateurs mit Ski, Schanzen und Offiziellen in eine spritzige Komödie gepackt. Angetrieben wird Edwards von Hugh Jackman als Trainer mit Alkoholproblem, Iris Berben steht Eddie als urbayerische Hotelbesitzerin zur Seite.
Skisprung-Fans wird nicht entgehen, dass die doubelnden Sportler im Film oft in dem damals noch unbekannten V-Stil verfallen. Diese Ungenauigkeit ist in dem bildgewaltigen Filmspaß, der zudem mit liebenswert-glaubhaften Figuren und der Musik  punktet, zu vernachlässigen. Er feiert das "Dabei sein ist alles". 1990 kappte das IOC diesen Grundsatz und verlangte fortan gute Platzierungen für eine Teilnahme. Die neue Regel wurde als "Eddie the Eagle Rule" bekannt.

Text: Katharina Dockhorn

Foto: Fox

Orte und Zeiten: Eddie the Eagle

Eddie the Eagle GB/USA/D 2015, 110 Min., R: Dexter Fletcher, D: Taron Egerton, Hugh Jackman, Iris Berben??

Kinostart: Do, 31. März 2016

Mehr über Cookies erfahren