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Im Kino: „Einmal Hans mit scharfer Soße“ mit Idil Üner

In türkischen Familien, auch wenn sie Anatolien weit hinter sich gelassen haben, hat der Vater nach wie vor das letzte Wort. Dass es nicht immer ein weises ist, hat sich herumgesprochen. In dem Bestseller „Einmal Hans mit scharfer Soße“ von Hatice Akyün wird gegen einen unflexiblen Vater etwas in Stellung gebracht, was man vielleicht als Mutterwitz bezeichnen könnte. Doch Hatice (Idil Üner) hat davon nicht ausreichend mitbekommen. Sie ist 34 Jahre alt, nach den Kriterien der traditionellen türkischen Heiratspolitik ist sie damit schon deutlich über der Zeit. Wenn sie die Familie besucht, zieht sie einen (langen) „Vaterrock“ an, den sie in der Stadt wieder gegen den kurzen Jeansrock tauscht. Hatice soll dringend einen Verlobten präsentieren, damit ihre jüngere Schwester, die längst einen Märchenprinzen gefunden hat, endlich heiraten kann. So findet der Film von Buket Alakus Gelegenheit, eine Reihe von mehr oder weniger schrägen Deutschen Revue passieren zu lassen, während die türkischen Frauen in lustigem Deutsch ihre „Pirobleme“ besprechen. Eine passable romantische Komödie mit satirischer Note und angemessen bescheidenem Happy End.

Text: Bert Rebhandl

Foto: NDR/Boris Laewen

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Einmal Hans mit scharfer Soße“ im Kino in Berlin

Einmal Hans mit scharfer Soße, Deutschland 2013; Regie: Buket Alakus; Darsteller: Idil Üner (Hatice Coskun), Adnan Maral (Ismail Coskun), Siir Eloglu (Emine Coskun); 90 Minuten

Kinostart: 12. Juni

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