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Im Kino: „End of Watch“

End of Watch

Als Zuschauer weiß man: Los Angeles ist manchmal ein brutales Pflaster. Filme wie „Colors“ und „Training Day“ oder die TV-Serie „The Shield“ haben gezeigt, dass die dortige Polizei in schwer bewaffneten Problemkiezen wenig zu bestellen hat. In „End of Watch“ ist die Arbeit der LAPD-Strei­fenpolizisten Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und Mike Zavala (Michael Peсa) zunächst viel Routine: Der Anglo und der Latino sind beste Freunde und ein eingespieltes Team, in South Central kommen sie auch mit brenzligen Situationen klar. Eher zufällig stolpern beide über die Geschäfte eines mexikanischen Kartells, vergoldete Maschinengewehre, Drogen, Menschenhandel. Dass sie damit ins Fadenkreuz mächtiger Gangster rücken, tun beide als Berufsrisiko ab. Lange geht es in „End of Watch“ um Alltag und Freundschaft der zwei Protagonisten, die keine Supercops oder Ausnahmefahnder sind, sondern sympathische Normalos. Das ist fesselnd erzählt, wirkt frisch und authentisch. Nur dass hier alle Aufnahmen angeblich von Digicams, Knopflochkameras und ähnlichen Geräten stammen sollen, ist keine gute Idee: Das Konzept überzeugt nicht, das Bildergewackel nervt.

Text: Thomas Klein

Foto: 2011 Sole Productions, LLC. / TOBIS Film

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „End of Watch“ im Kino in Berlin

End of Watch, USA 2012; Regie: David Ayer; Darsteller: Jake Gyllenhaal  (Officer Brian Taylor), Michael Peсa (Officer Mike Zavala), Anna Kendrick (Janet); 109 Minuten; FSK 16

Kinostart: 20. Dezember

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