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Im Kino: „Exit Marrakech“ von Caroline Link

Exit Marakech

Wenn der Vater mit dem Sohne einmal ausgeht – auf dieses bewährte Motiv baut Caroline Link ihr Drehbuch, das sie „Exit Marrakech“ zugrunde gelegt hat. Der Theaterregisseur Heinrich nimmt mit einer Inszenierung an einem Festival in Marrakesch teil und wird dort in den Sommerferien von seinem 17-jährigen Sohn Ben besucht; eher widerwillig, denn Ben hat dem Vater nie vergeben, dass er die Familie verlassen hat. Also knirscht es zwischen den beiden von Beginn an, und als der Sohnemann nach einer Kneipentour spontan zu einer Tour durchs Land aufbricht, muss der Vater hinterher. Man findet einander, und weiter und quer durchs Gemüsebeet geht die Touristenrundfahrt durchs malerische Hinterland; nebenher sprechen Ben und Heinrich sich miteinander aus: was wie die eine, die „miese-Dialoge“-Seite der Medaille wirkt, ohne die es die andere, die „schöne-Bilder“-Seite nicht gibt. Dumm nur, dass letztlich weder die eine noch die andere für sich einzunehmen respektive überhaupt auch nur zu interessieren vermögen.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Frizzi Kurkhaus / Studiocanal

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Exit Marrakech“ im Kino in Berlin

Exit Marrakech, ?Deutschland 2013; Regie: Caroline Link; Darsteller: Ulrich Tukur (Heinrich), Samuel Schneider (Ben), Hafsia Herzi (Karima); ?122 Minuten; FSK 6

Kinostart: 24. Oktober 2013

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