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Im Kino: „Fassbinder“

Fassbinder

Es gibt einfach enorm viel gutes Material aus seinen Filmen, von seinen Auftritten, mit seinen Mitarbeitern. Und doch hinterlässt Annekatrin Hendels Schnelldurchlauf „Fassbinder“ ein schales Gefühl: das ist doch der allerkleinste, gemeinsame Nenner, auf den diese Darstellung hinaus läuft, die durch Rammstein-Nummern und Animation-Gimmicks überfrachtet wird. Irm Hermann hat ein paar tolle Momente, Hanna Schygulla blickt aus olympischer Distanz auf die wilden Jahre, Juliane Lorenz gibt ihren Segen. Dass Fassbinder aber so denkfaul in das heutige, saturierte Deutschland heimgeholt wird, erscheint doch irgendwie bezeichnend.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Rainer Werner Fassbinder Foundation

Orte und Zeiten: „Fassbinder“ im Kino in Berlin

Fassbinder, Deutschland 2015; Regie: Annekatrin Hendel; 90 Minuten

Kinostart: Do, 30. April 2015

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