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Im Kino: „Fast verheiratet“

Fast verheiratet

Im Original heißt der Film „The Five-Year Engagement“, das gibt den Zeitraum der Handlung an und stimmt den Zuschauer schon ein wenig darauf ein, dass wir es mit einem Werk von epischer Dauer (124 Minuten) zu tun haben. Aber Judd Apatows „Wie das Leben so spielt“ über den harten Broterwerb von Stand-up-Komikern brachte es ja sogar auf 146 Minuten. Apatow hat auch die dritte Regiearbeit von Nicholas Stoller produziert, aber anders als in „Nie wieder Sex mit der Ex“ ist der krude Apatow-Humor hier reduziert, es dominiert auch nicht die manische Energie, mit der Russell Brand Stollers „Männertrip“ seinen Stempel aufdrückte.
Dies ist vielmehr der Film von Jason Segel, der als Ko-Autor und Hauptdarsteller eine angenehme Melancholie mitbringt und sein Phlegma gleichzeitig in das Ensemble der anderen Schauspieler einzufügen weiß. Nicht überraschend, dass das Paar im Mittelpunkt nach vielen Umwegen am Ende wieder zusammenfindet, aber die Hürden, die der Film davor setzt, haben durchaus Originalität und Charme, wie etwa der windige Universitätsprofessor (Rhys Ifans), dem Emily Blunt verfällt.

Text: Frank Arnold

Foto: Universal Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Fast verheiratet“ im Kino in Berlin

Fast verheiratet (The Five-Year Engagement), USA 2012; Regie: Nicholas Stoller; Darsteller: Jason Segel (Tom Solomon), Emily Blunt (Violet Barnes), Rhys Ifans (Winton); 124 Minuten; FSK 12

Kinostart: 12. Juli

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