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Im Kino: „Ferner schöne Schein“

Ferner schöner Schein

Geht man nach dem Künstlerpaar Anka und Wilhelm Sasnal, dann ist Polen ein barbarisches Land. Diesen Eindruck vermittelt jedenfalls der Film „Ferner schöner Schein“ (2011), den der engagierte Eksystent-Verleih mit ein wenig Verspätung noch in die Kinos bringt. Die Leute, die da in einer eigentlich schönen Landschaft in schäbigen Häusern leben und einander eher belauern, als dass sie miteinander sprechen würden, sind für eine gute Nachbarschaft nicht zu haben. Und wenn sie an den Zweiten Weltkrieg zurückdenken, hält sich ihr Mitleid mit den Opfern in Grenzen. Die Sasnals gewinnen dem Verfall manche visuelle und poetische Qualität ab, doch hinterlässt „Ferner schöner Schein“ einen zwiespältig-morbiden Eindruck.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Eksystent Distribution Filmverleih

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Ferner schöner Schein“ im Kino in Berlin

Ferner Schöner Schein (?Z daleka widok jest piekny), Polen 2011; Regie: Anka Sasnal, Wilhelm Sasnal; Darsteller: Marcin Czarnik (Pawel Muraw), Piotr Nowak (Mirek Kotlarz), Elzbieta Okupska (Mutter Muraw); 78 Minuten; FSK k.?A.

Kinostart: Do 10.07.2014

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