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Im Kino: „Flowers Of Freedom“

Flowers of Freedom

Als 1998 infolge eines Unfalls in der nahe gelegenen Kumtor-Goldmine zahlreiche Bewohner des kirgisischen Dorfes Bastoon Zyanid-Vergiftungen erlitten, keimte erster Widerstand. Seither kämpfen die Frauen der NGO KAREK gegen die von korrupten Politikern gedeckte, ungehinderte Umweltgefährdung des kanadischen Unternehmens. Es ist ein langwieriger und kräftezehrender Einsatz, den Mirjam Leuze in „Flowers of Freedom“ dokumentiert – und es ist eine Erfolgsgeschichte, die KAREKs Präsidentin Erkingül zunächst ins Parlament und als gewählte Volksvertreterin in verantwortlicher Position schließlich auch in die Mine führt.
Mit ihrer unaufdringlichen Art der Beobachtung stellt Leuze eine große Nähe zu den hart arbeitenden Frauen her; auf diese Weise gelingt es ihr, den Ausschnitt einer Welt zu präsentieren, die zwar ziemlich weit weg und mitunter etwas fremd erscheint, uns aber unmittelbar etwas angeht.

Text: Alexandra Seitz

Foto: BraveHearts International

Orte und Zeiten: „Flowers of Freedom“ im Kino in Berlin

Flowers of Freedom, Deutschland 2014; Regie: Mirjam Leuze; 96 Minuten

Kinostart: Do, 26. März 2015?

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