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Im Kino: „Free the Mind“

Free the Mind

Professor Richard Davidson ist einer der wenigen Wissenschaftler, die einen Konnex herstellen zwischen Hirnforschung, meditativer Praxis und Techniken des Yoga. Dass er sich damit nicht beliebt macht, lässt sich denken, zumal es dem meditierenden Professor bei seiner Arbeit auch darum geht, Alternativen zur Medikation bestimmter Krankheitsbilder mit Psychopharmaka aufzuzeigen.
Phie Ambo dokumentiert in „Free the Mind“ zwei von Davidson initiierte Projekte, in denen zum einen Irak-Kriegsveteranen, die unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) leiden, und zum anderen Kindergartenkinder, bei denen eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) diagnostiziert wurde, Atem- und Meditationsübungen erlernen. Ambo folgt einigen wenigen Betroffenen durch die beiden Programme; sie vermittelt Einblicke in die Schwere der jeweiligen Störung, zeigt die Strapazen der Übungen, die zögerlichen, doch überzeugenden Fortschritte und erläutert Davidsons eigentliches Forschungsziel. Wenig überzeugend allerdings fällt die musikalische Untermalung aus, die mit hörbarem Aufwand völlig unnötig Suspense zu erzeugen sucht.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Mindjazz Pictures

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Free the Mind“ im Kino in Berlin

Free the Mind, Dänemark 2012; Regie: Phie Ambo; 80 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 28. März

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