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Im Kino: „Freedom Bus“

Seit 7?000 Jahren werden wir von Pharaonen regiert, sagt ein ägyptischer Mann in dem Dokumentarfilm „Freedom Bus“ von Fatima Geza Abdollahyan. Es wird also Zeit, dass sich etwas ändert, doch nach dem Abgang von Hosni Mubarak zeigt sich, dass die Sehnsucht nach starken Männern und klaren Lösungen mit demokratischen Idealen schwer vereinbar ist.
Ashraf el-Sharkaway ist ein Ägypter, der sein Land eigentlich nur noch in den Ferien besucht. Er hat in Deutschland bei der Allianz Karriere gemacht, er hat hier auch Erfahrungen mit einem (halbwegs) funktionierenden Gemeinwesen gemacht. Das möchte er den Menschen in seinem Heimatland vermitteln. Der „Freedom Bus“ ist eine Art fahrende Volkshochschule, halb Bildungsanstrengung, halb Diskussionsveranstaltung. Und immer geht es dabei sehr konkret um Verfassungsfragen: Wie soll Ägypten regiert werden, sodass sich alle vertreten fühlen können? Fatima Geza Abdollahyan folgt ihrem geduldigen Protagonisten auf seiner Bewegung durch eine zerrissene Gesellschaft und stellt dabei fest, dass Freiheit das schwierigste aller Ziele ist.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Marc Beckmann / Agentur Focus

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Freedom Bus“ im Kino in Berlin

Freedom Bus, ?Deutschland 2013; Regie: Fatima Geza Abollahyan; 95 Minuten; FSK 12

Kinostart: 12. September

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