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Im Kino: „Freier Fall“

Freier Fall

Marc (Hanno Koffler) ist Polizist und gerade mit seiner Freundin Bettina (Katharina Schüttler) in ein Reihenhaus neben seinen Eltern eingezogen, das Pärchen erwartet ein Kind und die beiden wirken trotz der zunehmend pragmatischen Anforderungen des Alltags noch immer ziemlich verliebt.
Dieser ganzen Vorstadtidylle zum Trotz kann sich Marc dem Charme und den halb kämpferischen, halb erotischen Annäherungen des Außenseiters Kay (Max Riemelt), den er auf einer Fortbildung kennenlernt, nicht entziehen. Sie joggen, sie küssen sich, sie haben Sex und tun es immer wieder. Kay verliebt sich und lässt sich in Marcs Hundertschaft versetzen, Marc ist hin- und hergerissen, irgendwann lässt sich das Ganze nicht mehr verbergen.
Spätestens hier, also etwa ab der Hälfte des Films, wird das Ganze problematisch, nicht nur für die Hauptfiguren, sondern auch für die Zuschauer. Was zu Beginn überraschend, temporeich, sexy und witzig ist (schwule Polizisten! Sex im Wald!), verkommt zu einem arg beschaulichen, wortreichen und gefühlt endlosen Auswälzen der daraus resultierenden Beziehungsprobleme.

Text: Catherine Newmark

Foto: Salzgeber

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Freier Fall“ im Kino in Berlin

Freier Fall, Deutschland 2013; Regie: Stephan Lacant; Darsteller: Hanno Koffler (Marc Borgmann), Max Riemelt (Kay Engel),
Katharina Schüttler (Bettina Bischoff); 101 Minuten; FSK 12

Kinostart: 23. Mai

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