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Im Kino: Freiland

Freiland

Niels Deboos hat die Schnauze voll von Euro- und Bankenkrise, Kapitalismus und Deutschland. Er kauft ein Schloss in Brandenburg und macht kurzerhand seinen eigenen Staat auf: Freiland. Schnell finden sich die ersten Gleichgesinnten ein, bald schon geht das Geld zur Neige, und die Bürger Freilands zeigen sich von ihren eher unschönen Seiten.
In seinem Spielfilmdebüt „Freiland“ möchte Moritz Laube von den Schwierigkeiten erzählen, ein Gemeinwesen zu organisieren. Und wohl auch von den Gefahren der Macht und den Wurzeln des Diktatorischen. Leider aber geht es dem Filmemacher wie seinen Figuren, und sein theoretisch ambitioniertes Unterfangen scheitert an banalen praktischen Voraussetzungen, hier: Charakterisierung, Dramaturgie, visuelle Umsetzung. Hölzern und unkomisch poltert einher, was wohl als Kommentar zum schwierigen Wesen des Demokratischen gemeint war.  

Text: Alexandra Seitz

Foto: Farbfilm Verleih

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: Freiland

Freiland D 2012; R: Moritz Laube; ?D: Aljoscha Stadelmann (Niels Deboos), Matthias Bundschuh (Christian Darrй); ?91 Min.

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