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Im Kino: „G-Force – Agenten mit Biss“

Jerry Bruckheimers Filme wirken selten bescheiden. Verschwen­derisch, effektkonzentriert und konsequent massentauglich sind die Attribute, die von „Bad Boys“ bis „Transformers 2“ auf die Produktionen des Hollywood-Big­shots viel eher zutreffen. In „G-For­ce – Agenten mit Biss“ begegnet Bruckheimers Verständnis von Kinounterhaltung nun kinderkompatiblem Entertainment – als 3D-Realfilm mit anständig animierten Heimtierchen: Eine geheime Regierungssondereinsatzgruppe mit einigen Meerschweinchenspionen, einem Maulwurf und einer Fliege soll undercover verhindern, dass der Großindustrielle Saber (Bill Nighy) mit lebendig gewordenen Haushaltsgeräten die Welt unterjocht.
Am unterhaltsamsten ist „G-Force“ dabei, wenn er seine Oberflächenreize ausspielt und mit Schweinchenflauschigkeiten und effektverliebter Nager-Action inklusive eines „Transformers“- Showdowns en miniature vergessen lässt, dass in diesem sinnentleerten Formelfilm kaum mehr steckt als eine bereits x-mal in anderen Filmen propagierte Moral: Einmal mehr wird hier beschworen, dass der Glaube an sich selbst Berge versetzen kann und dass man gemeinsam stark ist. Neu ist daran allerdings, dass dies offenbar nicht nur für Menschen, sondern nun auch für sprechende Meerschweinchen gilt.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „G-Force – Agenten mit Biss“ im Kino in Berlin 

G-Force – Agenten mit Biss (G-Force), USA 2009; Regie: Hoyt Yeatman; Darsteller: Bill Nighy (Leonard Saber), Will Arnett (Special Agent Kip Killian), Zach Galifianakis (Dr. Ben Kendall); Farbe, 88 Minuten

Kinostart: 15. Oktober

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