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Im Kino: „Gambit – Der Masterplan“

Gambit - Der Masterplan

Leute, die ausgeklügelte Kunstfälschungspläne entwickeln, wirken im Kino immer sympathisch: Über das vermeintliche Banausentum reicher Sammler kann man sich ebenso herrlich lustig machen wie über das aufgeblasene Spezialistentum von Experten. Die nach einem Drehbuch der Gebrüder Coen entstandene Komödie „Gambit – Der Masterplan“ lässt sich natürlich beides nicht entgehen: Alan Rickman verkörpert mit Verve den ungehobelten neureichen Emporkömmling Lionel Shabandar, während Stanley Tucci in einer sehr witzigen Nebenrolle als deutschsprachiger Kunstkenner brilliert. Der Plot des angenehm zivilisiert-altmodisch wirkenden Films von Michael Hoffman scheint dabei um den Versuch des britischen Kunstkurators Harry Deane (Colin Firth) zu kreisen, seinem Chef Shabandar mithilfe einer amerikanischen Rodeoreiterin (Cameron Diaz) ein gefälschtes Monet-Gemälde anzudrehen – am Ende ist die ganze Geschichte dann noch etwas komplizierter als gedacht. Der Zusammenprall der Kulturen sowie unterschiedlicher Bildungs- und Gesellschaftsschichten sorgen dabei ebenso für den Humor wie die fortschreitende Demontage des korrekten Briten Deane, den seine nie ganz aufgehenden Pläne in immer abstrusere Situationen bringen.

Text: Lars Penning

Foto: 2013 Concorde Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Gambit – Der Masterplan“ im Kino in Berlin

Gambit – Der Masterplan (Gambit), USA 2012; Regie: Michael Hoffman; Darsteller: Colin Firth (Harry Deane), Cameron Diaz (PJ Puznowski), Alan Rickman (Lionel Shahbandar); 100 Minuten; FSK 0

Kinostart: 20. Juni

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