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Im Kino: „Gangster Squad“

Gangster Squad

1949 wird in Los Angeles der Kampf um die Macht mit harten Bandagen ausgetragen. Der Unterweltboss Mickey Cohen lässt eingangs einen von den Gefolgsleuten seines Chicagoer Kollegen/Rivalen Meyer Lansky zwischen zwei Autos anbinden und in zwei Teile zerfetzen, während Polizeichef Parker angesichts der Korruption in seiner Truppe (die weitgehend auf Cohens „Gehaltsliste“ steht) sein letztes Heil in einer Spezialeinheit sucht, die Feuer mit Feuer bekämpft, also mit Sabotageakten die Ausweitung von Cohens Imperium behindert. Zu der Truppe gehören zwei Ex-Militärs, ein stoischer Scharfschütze und ein Elektronikexperte, der als Familienvater erwartungsgemäß das Ende der Geschichte nicht erleben wird.
Regisseur Ruben Fleischer, der zuvor eine amüsante Horrorhommage („Zombieland“) und eine zähe Komödie („30 Minuten oder weniger“) vorgelegt hat, inszeniert diesmal ein höchst schlichtes Drehbuch, das gebetsmühlenartig die Sätze vom Krieg auf den Straßen von L.A. und von dieser einzigen Möglichkeit, des Verbrechens Herr zu werden, wiederholt. Das lässt die Geschichte schon lange vor dem Finale auf der Stelle treten, so dass der Zuschauer sich mit rudimentären Attraktionen zufrieden geben muss: dem Oberflächenglanz der historischen Ausstattung oder Sean Penns Verkörperung des Gangsterbosses Mickey Cohen als überlebensgroße Figur. Dass der ehemalige Berufsboxer Cohen im Finale in dieser Disziplin seinem Opponenten unterliegt, ist dann so wenig überzeugend wie dessen sentimentale Äußerungen, die den Film beenden.

Text: Frank Arnold

Foto: 2013 Village Roadshow Films (BVI) Limited

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Gangster Squad“ im Kino in Berlin

Gangster Squad, USA 2012; Regie: Ruben Fleischer; Darsteller: Sean Penn (Mickey Cohen), Josh Brolin  (Sgt. John O’Mara), Ryan Gosling  (Jerry Wooters); 113 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 24. Januar

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