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Im Kino: „Gänsehaut“

Im Kino:

Teenager Zach muss von New York nach Madison irgendwo im Nirgendwo übersiedeln zu müssen. Doch der Frust über die zutiefst provinzielle Umgebung verpufft, sobald dem Neuankömmling die Tochter des Nachbarn begegnet. Doch die süße Hannah wird von ihrem Vater (Jack Black) konsequent von der Außenwelt abgeschirmt. Er lockt Hannahs Dad aus dem Haus – und dringt dort ein, um sich vor Ort umzuschauen. Im Arbeitszimmer des Alten fallen dem Youngster dutzende Gruselromane auf. Der Daddy entpuppt sich als der Verfasser einer Reihe schaurigster Horrorgeschichten – und hat das zweifelhafte Talent, seine Charaktere so wahr zu beschreiben, dass diese lebendig werden, sobald man die Seiten des Originalmanuskripts aufblättert.
Seit Jahren sucht Hollywood nach Möglichkeiten, R. L. Stines Gruselgeschichten fürs Kino zu verfilmen. Die Regie entlässt nun einfach alle von Stines ersonnenen Monster auf einmal in Freiheit, lässt den blutrünstigen Werwolf, die gigantische Gottesanbeterin, fiese Gartenzwerge und Zombies unter Anleitung der Mörderpuppe Sloppy die Provinz aufmischen – sehr zur Freude aller Horrorfilmfans. Obwohl die Inszenierung an zu vielen gesichtslos bleibenden Retortenfieslingen, verzichtbaren Nebenfiguren und einer überflüssigen Teenagerromanze krankt, kann „Gänsehaut“  passabel unterhalten.

Text: Horst E. Wegener

Foto: Sony Pictures Releasing GmbH

Orte und Zeiten: Gänsehaut

Goosebumps USA 2015, 103 Min., R: Rob Letterman, D: Jack Black, Dylan Minnette, Odeya Rush, Amy Ryan, Ryan Lee

Kinostart: Do, 4. Februar 2016

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