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Im Kino: „Georg Baselitz“

Georg Baselitz

Die Werke des deutschen Malers und Bildhauers Georg Baselitz gehören zu den weltweit am höchs­ten gehandelten eines Gegenwartskünstlers. Eine Tatsache, die an dieser Stelle vor allem deshalb Erwähnung findet, weil sie dem Künstler so wichtig erscheint, dass er sie in Evelyn Schels dokumentarischem Porträt „Georg Baselitz“ selbst zum Besten gibt: Er sei die Nummer drei der Welt, verkündet Baselitz hier ganz ohne falsche Bescheidenheit, vor ihm gäbe es da nur noch einen Amerikaner und einen älteren Sachsen.
Und da er den älteren Sachsen schon erwähnt: Während man Gerhard Richter in der auch erst kürzlich erschienenen Malerdokumentation „Gerhard Richter Painting“ ausführlich beim Arbeiten und Reflektieren beobachten konnte, sieht man Baselitz in seinem Porträt leider überwiegend reden – jovial, nicht ohne Witz, aber immer auch ein wenig selbstgefällig. Das ist natürlich eine Temperamentsfrage, aber aus dem angebotenen Material macht Evelyn Schels nicht viel: Biografisches wird verhandelt, aber wenig Künstlerisches. Für Baselitz‘ Arbeit und Werk vermag der Film kaum Faszination zu vermitteln, die über die unmittelbare Qualität der gezeigten Werke hinausgeht.

Text: Lars Penning

Foto: Alamode Film

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Georg Baselitz“ im Kino in Berlin

Georg Baselitz, Deutschland 2013; Regie: Evelyn Schels; 110 Minuten; FSK 0

Kinostart: 11. April

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