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Im Kino: „Geschenkt wurde uns nichts“

Geschenkt wurde uns nichts

Malavasi erzählt von jenem Moment im Jahr 1943, als die Allierten mit Italien ein Waffenstillstandsabkommen schlossen (aber die bislang verbündeten Deutschen immer noch im Land waren), über ihre Zeit in den Bergen und die Konsequenzen, die sie aus der Zeit bei den Partisanen für ihr weiteres Leben als selbstbestimmte Frau in der Nachkriegszeit zog. Sie war aktives Mitglied der kommunistischen Partei und Gewerkschaftsfunktionärin, sie verstarb 2011.
Ästhetisch eher anspruchslos und vornehmlich daran interessiert, Malavesi bei ihren Ausführungen abzufilmen, schlägt der Film doch diesen interessanten dramaturgischen Bogen: wie „Laila“ und ihre ebenfalls zu Wort kommenden Mitstreiterinnen „Sonia“ und „Iva“ nicht nur gegen die Deutschen kämpften, sondern auch gegen überkommene Rollenbilder, merkwürdiges Moralverständnis und mangelnde Anerkennung ihrer Leistungen in der Nachkriegszeit. Man hört den intelligenten Frauen gern bei ihren Schilderungen zu.

Text: Lars Penning

Foto: Eric Esser | MakeShiftMovies

Orte und Zeiten: „Geschenkt wurde uns nichts“ im Kino in Berlin

Geschenkt wurde uns nichts, Deutschland 2013; Regie: Eric Esser; 60 Minuten

Kinostart: Do, 23. April 2015

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