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Im Kino: „Große Erwartungen“

Große Erwartungen

Charles Dickens‘ „Große Erwartungen“ gehört heute zu den bekanntesten und populärsten Romanen des Autors und ist in Großbritannien eine Art Nationalheiligtum. Entsprechend oft ist die tragikomisch-sozialkritische Geschichte des Waisenjungen Pip verfilmt worden, der dank eines Vermögens aus zunächst unbekannter Quelle zu einem snobistischen Gentleman heranwächst und seine Herkunft vorübergehend verleugnet. Jede Neuverfilmung muss sich an gleich Dutzenden Vorgängern messen lassen. Nun also versucht sich auch Regisseur Mike Newell („Harry Potter und der Feuerkelch“) an den „Great Expectations“ und hat dabei vor allem eins im Sinn: nur nichts falsch machen. Das gelingt dem Film ganz gut, vielleicht zu gut. Entsprechend solide und wenig aufregend ist das Ergebnis. Zwar glänzen Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter und Robbie Coltrane eindringlich in den Nebenrollen, das zentrale (Nicht-)Paar Pip (Jeremy Irvine) und Estella (Holliday Grainger) hingegen bleibt farblos. Die großen Erwartungen erfüllen sich nicht ganz.

Text: Lars Penning

Foto: Senator Film

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Große Erwartungen“ im Kino in Berlin

Große Erwartungen (Great Expectations), Großbritannien 2012; Regie: Mike Newell; Darsteller: Jeremy Irvine (Pip), Ralph Fiennes (Abel Magwitch), Helena Bonham Carter (Miss Havisham); 128 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 13. Dezember

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