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Im Kino: „Gut zu vögeln“

Gut zu vögeln

Eine überkandidelte Protagonistin, die mit Durchfall auf dem Klo sitzend lautstark kreischt; ihre Freundin, die inmitten von Komatrinkern in einer Ballermann-Disko ein Baby gebiert; ein dusseliges türkische Elternpaar sowie allerlei affiges Gehabe und Schlagermusik – dem Zuschauer wird einiges zugemutet in der holprig inszenierten Klamotte von Mira Thiel, die hier angeblich eigene Erfahrungen verarbeitet und sich dabei unbefangen aus der Klischeekiste deutscher Beziehungskomödien bedient. Die männliche Hauptfigur ist ein unreifer, bindungsscheuer Schürzenjäger, stereotyp sind auch Nebenfiguren wie der gute Kumpel oder der nette Quotenschwule. Und dass ein Mann und eine Frau, die sich anfangs nicht ausstehen können, dann allmählich zusammenraufen und nach einigen Rückschlägen vor dem Traualtar enden, sieht man auch nicht zum ersten Mal.

Text: Ralph Umard

Foto: Constantin Film Verleih / Marc Reimann

Orte und Zeiten: „Gut zu vögeln“ im Kino in Berlin

Gut zu vögeln, Deutschland 2015; Regie: Mira Thiel; Darsteller: Anja Knauer (Merlin), Max von Thun (Jacob), Max Giermann (Simon); 92 Minuten

Kinostart: Do, 14. Janaur 2016

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