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Im Kino: „Harms“ mit Heiner Lauterbach

Der einsilbige Gangster Harms (Heiner Lauterbach) – immer übellaunig, immer Kippe im Mund, ein Noir-Charakter aus dem Lehrbuch – wird nach 16 Jahren Knast in die Freiheit entlassen. Zusammen mit einem dubiosen Ex-Banker und seinen alten Spießgesellen Timm und Menges plant er umgehend das nächste große Ding. Bald wird klar, dass was faul ist an der Sache; die halbseidene Prostituierte Jasmin, der ehemalige Zellenkollege Luik, der Ex-Banker Knauer mit seinen vermeintlich wasserdichten Plänen für den Bankraub – irgendjemand spielt falsch, und Harms wird die Kosten tragen.
Das schmutzige und arg brutale Gangsterdrama „Harms“ von Nikolai Müllerschön ist zwar spannend inszeniert, übersteuert aber den Anspruch an die Authentizität des gezeigten Milieus und verläuft sich in diversen Klischees. Die harten Dialoge erscheinen bemüht, das Milieu wirkt unplausibel. Das größte Manko aber ist das lächerlich grimmige Spiel von Heiner Lauterbach.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Kinostar Filmverleih GmbH

tip-Bewertung: Zwiespältig

Harms, Deutschland 2013; Regie: Nikolai Müllerschön; Darsteller: Heiner Lauterbach (Harms), Friedrich von Thun (Knauer), Axel Prahl (Menges); 102 Minuten; FSK 16

Kinostart: 12. Juni

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