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Im Kino: „Hedi Schneider steckt fest“

Hedi Schneider steckt fest

Hedi ist eine Frohnatur. Geld und Karriere spielen in ihrem Kosmos keine Rolle, die lotterige Lebensform des urbanen Kleinfamilien-Prekariats scheint ihr wie auf den Leib geschrieben. Mit ihrem Freund Uli und dem gemeinsamen Sohn Finn wurschtelt sie sich durch, wähnt sich immun gegen die Zumutungen des Lebens, im Schutzraum einer von Humor und Liebe erfüllten Beziehung. Doch urplötzlich – ohne dass Regisseurin Sonja Heiss hierfür einen Grund herbei-psychologisiert – wird die junge Frau von Panikattacken gebeutelt.
„Hedi Schneider steckt fest“ ist nach dem intelligenten Debüt „Hotel Very Welcome“ Heiss’ zweite Regiearbeit. Der Film changiert zwischen komischen und tragischen Momenten; selten wurde derart leichtfüßig und doch intensiv eine Angststörung thematisch behandelt. Das Zusammenspiel von Hans Löw und Laura Tonke illustriert dabei auf nuancierte Weise den allmählichen Niedergang einer fast perfekten Beziehung.

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Komplizen Film / Pandora Film 2015

Orte und Zeiten: „Hedi Schneider steckt fest“ im Kino in Berlin

Hedi Schneider steckt fest, Deutschland/Norwegen 2015; Regie: Sonja Heiss; ?Darsteller: Laura Tonke (Hedi Schneider), Hans Löw (Uli), Leander Nitsche (Finn); ?90 Minuten

Kinostart: Do, 07. Mai 2015

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