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Im Kino: „Herr von Bohlen“

Herr von Bohlen

„Hart wie Kruppstahl“ ist er definitiv nicht gewesen, der Industriellenerbe Arndt von Bohlen und Halbach, einziger Sohn des Großunternehmers Alfried Krupp und damit dessen designierter Nachfolger, bis er Mitte der sechziger Jahre auf sein Erbe (geschätzter Wert 2,5 Milliarden DM) verzichtete und sich mit einer jährlichen Zahlung von zwei Millionen DM begnügte. Damit rettete er das damals in der Krise befindliche Unternehmen wahrscheinlich vor dem Untergang und erwarb sich den Status des „reichsten Frührentners Deutschlands“ – ein Hassobjekt für viele.
Zu seinem Erbe gehörte auch ein Schloss mit zeitweise bis zu 70 Angestellten: das zu unterhalten, machte seinen flamboyanten Lebensstil nicht gerade einfach. In einer Mischung aus Interviews mit damaligen Vertrauen, wenigen historischen Aufnahmen und Spielszenen, in denen Arnd Klawitter 1978 als von Bohlen auf die Fragen eines Reporters antwortet, rekonstruiert der Film das Leben eines Exzentrikers.

Text: Frank Arnold

Foto: Edition Salzgeber

Orte und Zeiten: „Herr von Bohlen“ im Kino in Berlin

Herr von Bohlen, Deutschland 2015; Regie: Andrй Schäfer; 94 Minuten

Kinostart: Do, 19. November 2015

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