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Im Kino: „Hin und weg“

Hin und weg

Doch Hannes hat dieses Ziel mit Bedacht ausgewählt, denn am Ende der Reise will er einen folgenschweren Entschluss in die Tat umsetzen: angesichts einer unheilbaren Krankheit sein Leben mit ärztlicher Hilfe beenden. Die anfängliche Bestürzung der Freundesgruppe weicht einem lebensbejahenden Trip, bei dem alle erkennen, wie schön und aufregend das Leben sein kann, nicht zuletzt mit Hilfe von ungewohnten Herausforderungen, denen sich jeder stellen muss. Dabei darf es auch schon mal albern oder peinlich werden. Nicht der komödiantische Rahmen, den der Film – ähnlich wie Rob Reiners „Das Beste kommt zum Schluss“ – für sein schweres Thema setzt, ist das Problem, sondern dass dieser die Oberhand gewinnt, so dass die berührenden Szenen dem gegenüber einen schweren Stand haben. Das bemerkenswerte Ensemblespiel (mit Ausnahme der unterforderten Hannelore Elsner in einer Gastrolle) allerdings verdient Lob.

Text: Frank Arnold

Foto: Wolfgang Ennenbach / Majestic

Orte und Zeiten: „Hin und weg“ im Kino in Berlin

Hin und weg, Deutschland 2014; Regie: Christian Zübert; Darsteller: Florian David Fitz (Hannes), Julia Koschitz (Kiki), Jürgen Vogel (Michael); 95 Min.

Kinostart: Do, 23. Oktober 2014

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