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Im Kino: „Horns“

Horns

Ganz so ist es nicht, auch wenn Potter-Darsteller Daniel Radcliffe, als Ig des Mordes an seiner Freundin verdächtigt, eines Morgens Hörner wachsen, was ihn in der amerikanischen Kleinstadt noch mehr zum verhassten Außenseiter macht. Doch diese Hörner haben einen ungewöhnlichen Effekt, sie lassen alle Menschen, die mit Ig in Kontakt kommen, ihm gegenüber ihre geheimsten Wünsche offenbaren. Nur der wirkliche Mörder ist dagegen immun – zunächst.
Der französische Regisseur Alexandre Aja hat bisher vorwiegend Splatterfilme inszeniert, geradlinige wie „Haute tension“ und „The Hills Have Eyes“ oder eher trashige wie „Piranha 3D“. Mit „Horns“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Stephen Kings Sohn Joe Hill (deutsch: „Teufelszeug“) schlägt er einen anderen Tonfall an, der manchmal durchaus märchenhafte Züge hat, manchmal aber auch satirisch zugespitzt ist. Beides geht nicht unbedingt zusammen, aber gerade in diesen tonalen Wechseln ist der Film singulär.

Text: Frank Arnold

Foto: Doane Gregory / Universal Pictures

Orte und Zeiten: „Horns“ im Kino in Berlin

Horns, USA 2013; Regie: Alexandre Aja; Darsteller: Daniel Radcliffe (Ig Perrish), Max Minghella (Lee Tourneau), Juno Temple (Merrin Williams); 120 Minuten

Kinostart: Do, 06. August 2015

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