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Im Kino: „Hüter meines Bruders“

Hüter meines Bruders

Immer zu Pfingsten geht Gregor (32, Arzt) mit seinem jüngeren Bruder Pietschi segeln. Doch dieses Mal verschwindet Pietschi plötzlich, was Gregor zunächst wenig wundert. Denn Pietschi ist ein Herumtreiber, der sich als Designer verdingt und nur ungern festzurren lässt. Zufällig bekommt Gregor Pietschis Wohnungsschlüssel und beginnt ihm immer intensiver nachzuspüren, bis er sich beinahe selbst verliert. „Hüter meines Bruders“ heißt das Spielfilmdebüt von Regisseur Maximilian Leo (Absolvent der Kölner Filmakademie). Mit Rückblenden, Schnappschüssen, dominierendem Blau, flirrendem Soundtrack und bisweilen fragwürdigem Schnitt füllt er den emotionalen Strudel, dem sich Gregor ausliefert. Was passiert zwischen konträren Brüdern? Was, wenn einer geht? Und: Wie fremd kann das Leben des anderen sein? Es ist immer spannend, wenn Identität hinterfragt wird. Auch wenn sich – wie hier – die Logik ab und an verhakt.

Text: Cristina Moles Kaupp

Foto: Matteo Cocco

Orte und Zeiten: „Hüter meines Bruders“ im Kino in Berlin

Hüter meines Bruders, Deutschland 2014; Regie: Maximilian Leo; Darsteller: Sebastian Zimmler (Gregor), Robert Finster (Pietschi), Nadja Bobyleva (Jule); 85 Minuten

Kinostart: Do, 03. September 2015

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